Fußballplätze mit Kunstrasen haben in jüngster Zeit in den Medien viel Aufmerksamkeit bekommen. Grund ist, dass die Plätze nach jüngeren Erkenntnissen in hohem Maß kleinste Kunststoffteilchen, sogenanntes Mikroplastik, in die Umwelt abgeben. Die EU-Kommission kündigte Maßnahmen an, der deutsche Städte- und Gemeindebund informierte schon die Kommunen und viele stehen nun vor der Frage, ob die Investition in die Spielstätten ein Fehler war und ob eine kostspielige Sanierung naht.

Wir haben Kontakt mit der Rösrather Stadtverwaltung aufgenommen, um zu erfahren, wie es um die beiden Rösrather Plätze bestellt ist. Rösrath hat zwei Kunstrasenplätze, einen am Schulzentrum Freiherr vom Stein und die Anlage „Bergsegen“ in Hoffnungsthal. Beide Plätze sind nicht mit Kunststoffgranulat verfüllt, sondern mit natürlichen Materialen, nämlich Kautschuk bzw. Kork.

Damit geht erfreulicherweise nach unseren Erkenntnissen von beiden Plätze keine besondere Gefahr der Umweltverschmutzung durch Mikroplastik aus.

Hintergrund

Im Juni 2018 hatte das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT eine Studie (PDF) veröffentlicht, in der zahlreiche Quellen für Mikroplastik in der Umwelt benannt und Mengen beziffert werden. Die Autor*innen schätzen, dass durch Verwehungen alleine von Kunstrasen-Fußballplätzen in Deutschland jährlich etwa 8.000 Tonnen Mikroplastik in die Umwelt gelangen. Damit ist dies eine der größten Quellen. Darüber liegen:

Als Mikroplastik bezeichnet man Kunststoffpartikel mit einer Größe unter fünf Millimetern. Diese sammeln sich in Böden uns Gewässern an und gelangen auch in die Nahrungskette von Lebewesen. Übliche Kläranlagen filtern Mikroplastik nur in Teilen heraus. Deshalb setzen wir GRÜNE uns dafür ein, Plastik zu vermeiden, wo es geht, und die Wiederverwendung zu steigern. Mehr zu unseren Forderungen

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