Altvolberg

Im Planungsausschuss haben wir Grünen der Offenlegung des B-Plan Entwurfes 121 Altvolberg zugestimmt, aber bereits darauf hingewiesen, dass der B-Plan so am Ende nicht zustimmungsfähig ist.

Im Planungsausschuss haben wir Grünen der Offenlegung des B-Plan Entwurfes 121 Altvolberg zugestimmt, aber bereits darauf hingewiesen, dass der B-Plan so am Ende nicht zustimmungsfähig ist.

Wir meinen, dass ein neues Quartier in Rösrath nur noch dann genehmigt und umgesetzt werden kann, wenn es als Musterbeispiel für künftigen Wohnungsbau und klimagerechtes Leben Vorbildfunktion zeigt. Es fällt uns schwer dies in einer Siedlung mit freistehenden Einfamilienhäusern zu erkennen und wir haben deshalb in sehr konstruktiven Gesprächen mit dem Investor angeregt, die Baufenster so zu verändern, dass kompaktere Gebäude entstehen können. Weiter haben wir ein Kalte Nahwärmenetz mit Anschlusszwang angesprochen und den Kontakt zwischen Investor und Stadtwerken hergestellt, ein möglicher Betreiber des Netzes. Für die Stadtwerke ergibt sich damit die Möglichkeit erstmalig in Rösrath ein Kalte-Nahwärme-Netz aufzubauen und zu betreiben. Das ist, im Falle der Umsetzung, ein Muster für weitere Netze. Solche Kalte-Nahwärme-Netze können künftig bei jeder Straßenbaumaßnahme eingebracht werden und somit den Wandel in eine klimaneutrale Heiztechnik voranbringen. Als nächsten Punkt haben wir eine Mobilstation an der geplanten KITA mit Carsharing und E-Bike/Lastenrad-Vermietung angeregt; der Investor konnte sich das auch vorstellen. Der Kreis, als Betreiber der Mobilstationen, ist darüber bereits informiert und prüft den Standort. Im Gegenzug können wir uns gut vorstellen eine Ausnahme bei den laut Stellplatzsatzung nötigen Stellplätzen auf den Privatgrundstücken für eine autoarme Siedlung zu machen.

Die Kriterien der Schwammstadt sehen wir zum Teil bereits als erfüllt durch die geplante Rigole für Oberflächenwasser, schließen uns aber ausdrücklich der Forderung von RÖSRATH FOR FUTURE an, Grauwassernutzung an den Gebäuden verpflichtend zu installieren. Ebenso stehen wir hinter der Forderung, klimaneutrale Baustoffe soweit möglich zu verwenden. Der Klimakiller Beton muss auf ein Minimum reduziert werden. Die Stellungnahme von RÖSRATH FOR FUTURE können sie hier einsehen: https://roesrathforfuture.de/b-plan-altvolberger-wiese-ohne-klimaschutz

Es gibt sicher mehrere Möglichkeiten für Investor und Stadtverwaltung, diese notwendigen Änderungen festzuklopfen: Erschließungsvertrag, Städtebaulicher Vertrag oder der B-Plan selbst. Ohne eine belastbare Regelung mit den oben genannten Inhalten ist ein B-Plan Altvolberg für uns nicht zustimmungsfähig!

Kategorie

Ausschüsse Bebauung Energie und Umwelt