Grüne Perspektiven für Flüchtlingsunterkünfte an der Brander Straße

14.12.23 –

Nachhaltige Wohnkonzepte statt kurzfristiger Lösungen: Grüne Perspektiven für Flüchtlingsunterkünfte an der Brander Straße.

 

Nun brandet sie wieder auf, die Frage nach schnellen Lösungen bei den Flüchtlingsunterkünften. An der Brander Straße, im Außenbereich, sollen auf die Schnelle ein paar Container die Probleme lösen.

Leider haben Politik und Verwaltung es in den letzten Jahren versäumt, sowohl der allgemeinen Wohnungsnot, als auch dem absehbaren Bedarf von Kurz- und Mittelfristigen Unterkünften ein schlüssiges Konzept und ausreichend Taten entgegenzustellen. Sei‘s drum, das kann jetzt niemand mehr ändern.

Aber müssen wir deswegen so weiter machen? Wir Grünen finden: Nein! Ein paar dahingewürfelte Container werden niemandem gerecht. Nicht den zukünftigen Bewohnern, nicht den Anliegern an der Brander Straße und auch nicht den Nutzern des Naherholungs- und Naturschutzgebietes Wahner Heide.

„Wenn es so ist, dass dieses Grundstück das letzte und einzig verfügbare ist, das die Stadt zur Schaffung von Wohnraum für besonders Bedürftige, also zum Beispiel Geflüchtete, hat, dann sollte hier etwas entstehen, das möglichst vielen nicht nur kurzfristig, sondern auch mittel-, vielleicht sogar langfristig gerecht wird“, meint Markus Plagge, Fraktionsvorsitzender der Grünen.

Im Außenbereich mit Sondergenehmigung errichtete Gebäude dürfen bis zu 6 Jahren stehen bleiben. Die Erfahrung zeigt, dass sie meist weitaus länger genutzt werden. Ein Stückchen weiter die Brander Straße hinauf in Richtung Heide steht eine solche provisorische, kurzfristige Unterkunft seit über 20 Jahren. Sie ist in ihrer modularen Bauweise bis heute, und auch noch einige Zeit, gut nutzbar.

Wir sollten uns also kurzfristig die Zeit nehmen, hier etwas Mittel- bis Langfristiges zu planen und umzusetzen. Modulare Bauweise, ähnlich einem Fertighaus, aber durchaus größer, unterscheidet sich deutlich im Erscheinungsbild, Wohnqualität und Nutzungsdauer von Containern. Es ist auch im Vergleich zur konventionellen Bauweise recht schnell verfügbar. Natürlich in der Anschaffung teurer als Container, aber alleine durch höhere Energieeffizienz und geringeren Wertverlust wird da über die Nutzungsdauer schon einiges wieder herausgeholt. Überlegt man jetzt noch, was eine Gruppenunterkunft an zusätzlichem Personal zur Folge hat: SozialarbeiterInnen und Hausmeisterstellen – dann sieht die Rechnung schon ganz anders aus!

Und das ist nur der finanzielle Aspekt. Was eine längere Unterbringung in einer Gruppenunterkunft mit Gruppenküche und Gruppensanitärräumen für die Menschen in Notlage bedeutet, haben wir hier noch gar nicht bedacht. Container sind nur eine sehr kurzfristige Lösung für Menschen.

Eine modular errichtete Wohnanlage ist hingegen auch nach einer „Flüchtlingswelle“ gut für finanziell schwache Menschen im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus nutzbar.

„Mit Containern ist auf Dauer niemandem geholfen. Wir fordern für die Brander Straße eine Unterkunft in modularer Bauweise mit Wohnungen für Einzelpersonen und Familien“, so Stephan Mohr, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen.

Kategorie

Bebauung

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