

22.05.21 –
Als Vielfalt des Lebens oder Biodiversität bezeichnen die Vereinten Nationen die Vielfalt aller lebenden Organismen (Artenvielfalt), die Vielfalt der Lebensräume, Ökosysteme und Verhaltensweisen.
Was passiert gerade?
In 2021 sind über 37.000 Tier und Pflanzenarten gefährdet.
Vom Jahr 1500 bis zum Jahr 1900 sind etwa 100 Wirbeltierarten ausgestorben, seit dem Jahr 1900 bereits rund 500 Wirbeltierarten. Das Tempo nimmt also dramatisch zu.
Nicht nur die Vielfalt, auch die Anzahl der Tiere nimmt dramatisch ab. Die Zahl der Wirbeltiere hat sich seit 1970, also in den letzten 50 Jahren um 60% !!! verringert.
Und in Deutschland?
Bei uns ist die Menge an Fluginsekten (darunter die Biene) seit 1989 um mindestens 75% zurückgegangen!
Bei uns sind über 70% der Lebensräume als gefährdet eingestuft.
Mehr als 70% aller bei uns vorkommenden Amphibien- und Reptilienarten sind gefährdet oder extrem selten.
Ist das überhaupt schlimm?
Insekten bestäuben drei Viertel aller Nutzpflanzen und erbringen damit eine Dienstleistung für die Weltwirtschaft im Wert von einer Billion Dollar jährlich.
Artenreiche Biotope speichern deutlich mehr CO2 als Monokulturen.
Schon lange bekannt ist, das Artenreichtum vor Schädlingen schützt.
Viele Ursachen für den weltweiten Verlust der biologischen Vielfalt stehen im engen Zusammenhang mit den Arbeitsfeldern des klassischen Umweltschutzes.
Die biologische Vielfalt dauerhaft zu erhalten kann nur gelingen, wenn alle Akteure in Politik, Gesellschaft und Wirtschaft dieses Thema zu ihrer eigenen Sache machen.
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