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Was heißt eigentlich „sozial gerecht“ bei Kita-Beiträgen?

10.03.26 – von LZ –

Für uns ist die Antwort ziemlich einfach:
Familien mit wenig Einkommen sollten wenig zahlen.
Und Familien mit sehr hohem Einkommen können auch höhere Beiträge tragen.

Nach zehn Jahren ohne Anpassung müssen die Kita-Beiträge neu gestaltet werden.
Vor der Wahl war für alle Fraktionen eigentlich ein Punkt klar: Der Haushalt darf nicht auf Kosten der Eltern saniert werden.

Der Jugendhilfeausschuss hat nun eine neue Beitragsstruktur beschlossen, über die der Stadtrat noch endgültig entscheiden muss. Wir sehen diesen Vorschlag kritisch.

Wir haben in den Beratungen einen anderen Vorschlag eingebracht, der aus unserer Sicht sozial gerechter gewesen wäre. Leider hat sich dafür keine Mehrheit gefunden. 

Ein Blick auf die beschlossene Beitragsstruktur zeigt auch, warum wir sie kritisch sehen.

Die Beiträge steigen nämlich nicht gleichmäßig mit dem Einkommen. Gerade für Familien mit mittleren Einkommen entstehen dadurch Sprünge, die wir für sozial ungerecht halten.

Am Beispiel einer U2-Betreuung mit 45 Wochenstunden wird das besonders deutlich:
Steigt das Einkommen von 50.000 auf 55.000 Euro, erhöht sich der monatliche Kita-Beitrag um etwa 50 Euro.
Bei Einkommen ab 80.000 Euro steigt der Beitrag für jeweils weitere 5.000 Euro Einkommen dagegen nur noch um rund 15 Euro im Monat.

Hohe Einkommen zahlen zwar mehr, aber im Verhältnis nicht stärker. Genau das halten wir für problematisch.

Für uns gehört zu sozialer Gerechtigkeit etwas sehr Einfaches:
Wer viel verdient, sollte auch im Verhältnis mehr beitragen.

Deshalb haben wir einen anderen Vorschlag eingebracht.
Unser Modell sieht vor, dass Familien bis zu einem Einkommen von 40.000 Euro keine Beiträge zahlen. Danach würden die Beiträge langsam Schritt für Schritt – und bei sehr hohen Einkommen etwas stärker steigen.

So würden Familien mit kleinen Einkommen deutlich entlastet, und auch mittlere Einkommen stärker profitieren als im jetzt vorgeschlagenen Modell.

Die endgültige Entscheidung fällt noch im Stadtrat. Dort setzen wir uns weiter dafür ein, dass die Kita-Beiträge in Rösrath wirklich sozial gerecht gestaltet werden.

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