Rösraths Bäume ohne Schutz
1.12.2008
Der Kreis hat vor einiger Zeit die Zahl der Naturdenkmale im Bereich der Stadt Rösrath deutlich reduziert.
Nicht mehr als Naturdenkmal gelten:
Der Lebensbaum am Rathaus in Hoffnungsthal,
die Platanen in der Parkanlage in Hoffnungsthal,
die 6 Stieleichen an der Kirche in Hoffnungsthal und
der Bergahorn in Forsbach.

Ebenso hat er die Vorschläge des Umweltausschusses der Stadt Rösrath auf die Aufnahme weiterer Bäume in allen Fällen abgelehnt:
Blutbuche auf dem Sülztalplatz
Kastanie neben der Kupfersiefer Mühle
Spitzahorn und Silberahorn vor Kirche in Forsbach
Eiche auf der Verkehrsinsel Hauptstr./ Gerottener Weg
Eibe in Lüghausen

Es sind lediglich 2 (zwei) Bäume als Naturdenkmale erhalten geblieben
Blutbuche in Forsbach auf dem Grundstück Bensberger Str. 249
Stieleiche in Rösrath auf dem Hofgelände Eicherhof in Scharrenbroich

Dies heißt dass momentan für alle anderen aufgeführten Bäume kein besonderer Schutzstatus existiert.

Der Kreis hat in seiner Begründung der Stadt Rösrath empfohlen, eine Baumschutzsatzung gem. § 45 LG NW zu erlassen.
Die GRÜNEN Rösrath haben in Anlehnung an diese Empfehlung einen entsprechenden Antrag formuliert, der im letzten Umweltausschuss am 28. 10. 2008 behandelt und vertagt worden ist. Die Nächste Sitzung ist am 17. März 2009.

Die Abschaffung der bestehenden Baumschutzsatzung der Stadt Rösrath vor einigen Jahren erfolgte vor allem mit dem Hinweis, dass die besonders schützenswerten Bäume vom Kreis als Naturdenkmale ausgewiesen würden und so geschützt seien, eine Beeinträchtigung der privaten Grundstücksinhaber durch eine Baumschutzsatzung daher nicht erforderlich sei.

Jetzt ergibt sich durch die geänderte Beschlusslage des Kreises eine neue Situation, in der die Bäume völlig ohne Schutz sind.
Im Interesse der Umwelt, des Ortsbildes und der Einwohner der Stadt ist Handeln dringend angesagt, um für diese Bäume den ihrem Bedeutung notwendigem Schutz zu gewähren.

Eine Baumschutzsatzung kann dies gewährleisten , alternative Vorschläge sind mir nicht bekannt.
Vertagen oder Prüfen ändert nichts an der Tatsache des schutzlosen Zustandes der Rösrather Bäume.

Pressemitteilung der GRÜNEN Rösrath

Friedhelm Weiß 1.12.2008
02205/ 83024